Auch ohne Blaulicht schnell

Brehe-wiederholt-Erfolg-von-1997-Auch-ohne-Blaulicht-schnell1_image_630_420f_wn
Ganz oben aufs Treppchen in seiner Altersklasse durfte Franz Brehe bei den Deutschen Feuerwehr-Meisterschaften der Radsportler. Foto: René Penno

Ahlen – Er musste die Sirene gar nicht erst anschalten, die Konkurrenz machte ohnehin für ihn Platz: Franz Brehe. Der Ahlener ist wieder Deutschter Feuerwehrmeister der Radsportler geworden.

Von René Penno

Franz Brehe ist wieder Deutscher Feuerwehr-Meister der Radsportler. Der Dolberger aus dem Potts-Leeze-Team der Radsportfreunde Ahlen holte sich den Titel am Sonntag in Hannover. Bereits 1997 war Brehe der schnellste Feuerwehrmann auf dem Rennrad, damals gewann er in Hamburg.

Dass sich die Zeiten nach 15 Jahren ändern, musste der 57 Jahre alte Radsportler in Hannover feststellen. Das Titelrennen war integriert in ein Jedermann-Rennen, in Brehes Startblock standen 1 000 Teilnehmer. Für den Dolberger hieß das: hinten anstellen! „Die waren alle schon 45 Minuten vor dem Start da“, wunderte sich Brehe über den Andrang. Erst nach Protest der DM-Teilnehmer, die auf ihr eigenes Rennen bestanden, konnten sich Brehe und seine direkten Konkurrenten vorne einreihen.

Nach wenigen Kilometern hatte sich dann auch die Spreu vom Weizen getrennt. Auf den schmalen Straßen durch die kleinen Ortschaften rund um Hannover zog sich das Feld schnell in die Länge, und als der Wind das Rennen zusätzlich schwer machte, schrumpfte die Spitzengruppe auf nur noch 50 Mann. Diese blieben auch bis zum Schluss zusammen und sprinteten nach 67 Kilometern um den Sieg. In der Gesamtwertung aller Altersklassen belegte Franz Brehe schließlich einen beachtlichen achten Platz, in seiner Klasse holte er sich den Titel. „Ich war der einzige aus meiner Klasse in der Spitze“, staunte der Dolberger, der damit fast schon leichtes Spiel hatte – bei einem Durchschnittstempo von immerhin 42 Stundenkilometern.

Für Franz Brehe geht damit auch eine Serie von Meisterschaften zu Ende, die überaus erfolgreich für den Dolberger verliefen: Bei den Westfalenmeisterschaften in Ahlen wurde er Dritter, wenige Tage später fuhr er bei den MTB-Meisterschaften der Feuerwehrleute am Rursee in Einruhr auf Rang vier, nachdem er lange als Dritter auf Podiumskurs gelegen hatte. „Ich bin alle Meisterschaften der letzten Wochen gut gefahren“, freut er sich über diese Erfolge.

Radsport-Westfalenmeisterschaft – 14 Entscheidungen an einem Tag

Radsport-Westfalenmeisterschaft-14-Entscheidungen-an-einem-Tag1_image_630_420f_wn
Freuen sich auf die Westfalenmeisterschaft in Ahlen: (von links) Roland Klein (Sparkasse Münsterland Ost), Dieter Kircheis (Vorsitzender Radsportfreunde Ahlen), Hans-Georg Smeilus (WfG Ahlen), Hermann Huerkamp (Stadtteilbüro) Foto: Sparkasse Münsterland Ost

Ahlen – Die Radsportfans der Region fiebern Fronleichnam entgegen: Am kommenden Donnerstag steigt in Ahlen die Westfalenmeisterschaft. Mit dabei sind auch zwei Lokalmatadore.

Am kommenden Donnerstag, 7. Juni, richten die Radsportfreunde Ahlen die Westfalenmeisterschaften aus. Zu Gast in der Wersestadt sind an Fronleichnam die besten Radsportler aus den Bezirken Nord-Westfalen, Westfalen-Mitte und Ostwestfalen-Lippe. Jeder dieser drei Bezirke kürt zusätzlich auch seine Bezirksmeister. Das sind besonders bei den Nachwuchsfahrern sehr begehrte Titel.

Insgesamt fallen bei den Westfalenmeisterschaften 14 Entscheidungen. Einer der Höhepunkte aus Ahlener Sicht kommt gleich zu Beginn des langen Renntages: Beim Rennen der Elite-Männer gehen mit dem Ahlener Daniel Westmattelmann und Alexander Nordhoff aus Beckum zwei Lokalmatadore ins Rennen. Beide kennen sich auf den Straßen in und um Ahlen bestens aus und haben auch die Chance, am Ende des 72 Kilometer langen Rennens mit auf dem Podium zu stehen.

Auch in diesem Jahr engagiert sich die Sparkasse Münsterland Ost wieder als Sponsor des Radsporttages. „Ahlen ist eine traditionsreiche Radsportstadt“, so Roland Klein, stellvertretendes Mitglied des Sparkassenvorstandes. „Es ist daher kein Zufall, dass die Sparkasse Münsterland Ost getreu ihres Mottos ‚Gut für die Region’ dieses Rennen fördert.“ Ein besonderes Highlight wird wieder das Fette-Reifen-Rennen sein. Hier bekommen Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren die Gelegenheit, sich einmal als Radrennfahrer zu probieren. Das Mitmachen lohnt sich: Die jeweils ersten Zehn bekommen Sachpreise, die Sparkasse Münsterland Ost legt für Schulklassen mit den meisten Teilnehmern zusätzlich einen Betrag für die Klassenkasse oben drauf. Anmeldungen zum Fette-Reifen-Rennen sind auf der Website der Radsportfreunde Ahlen (www.rsfahlen.de) oder per Mail (info@rsfahlen.de) möglich. Für Kurzentschlossene besteht auch die Möglichkeit, sich bis eine Stunde vor dem Start vor Ort anzumelden. Die beiden Rennen starten um 12.30 Uhr (Kinder elf bis 13 Jahre) und 13.20 Uhr (Kinder acht bis zehn Jahre). Start und Ziel aller Rennen befinden sich auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Westfalen. Von dort aus führt ein 6,1 Kilometer langer Rundkurs durch und um Ahlen. Für die jüngeren Klassen und die Fette-Reifen-Rennen wird ein verkürzter, 1,2 Kilometer langer Rundkurs abgesteckt. Der erste Start ist um 10 Uhr, die Senioren beschließen den Renntag mit dem Start um 16.30 Uhr.

Radrennen Bramsche

Am kommenden Samstag werden für die Jugend der Radsportfreunde Ahlen Lars Gummich (U15), Tom Engler , Philip Hellmund (beide U17) und David Flötotto (U19) beim Saisonauftakt in Bramsche starten. Bei dem ersten Rennen der Saison sind die Motivation und die Erwartungen groß. Alle Fahrer hoffen bei gutem Wetter an die Resultate der letzten Saison anknüpfen zu können und mit dem Feld das Ziel zu erreichen. Dies ist auf dem 1,8km langen Kurs allerdings keine leichte Aufgabe. Ein kurzer Anstieg und eine kurze Abfahrt, sowie viele Kurven, warten auf die Fahrer. Doch insgesamt überwiegt bei allen die Vorfreude auf die kommende Rennsaison.Flöte im Wind