Vereinsfest – Ehrungen und Glückwünsche

Vereinsfest - Foto: Marc BorgmannAhlen/Ahlen 28. November 2009 (mcb). Genug Zeit, dass vergangene Jahre revue passieren zu lassen bot sich auch beim Vereinsfest der Radsportfreunde Ahlen im Glückaufheim Ende November. Neben dem gemütlichen Beisammensein, gestützt durch Musik, eine vorweihnachtliche Atmosphäre und das Buffet des Partyservice Franz Brehe, der die Radsportfreunde wie immer kulinarisch auf höchster Ebene versorgte, gab es zahlreiche Ehrungen und Glückwünsche für die aktivsten Renn- und Touristikfahrer des Ahlener Radsportvereins.

Einen kurzen Einblick in die Erfolge der jungen und älteren aktiven Mitglieder, die das Potts Leeze Trikot in gesamt Deutschland präsentieren, gaben in diesem Jahr nicht nur Thomas Wernke, zweiter Vorsitzender und Mathias Brehe, Übungsleiter, sondern auch die Aktiven selbst. Philine Wernke, Fahrerin in der U13 und damit das Nesthäkchen der Radsportfreunde, erzählte, dass sie in dieser Saison bereits zwölf Rennen gefahren sei, bei denen sie jeweils unter den ersten zehn landete. Geehrt wurden aber auch David Flötotto, Christopher Schmidt, Felix Borgmann, Lukas Disselkötter, Mathias Brehe, Peter Süsselbeck und die wieder einmal herausragenden, Andreas Platte mit 15 Platzierungen und Franz Brehe mit 20 Platzierungen. Ewald Jungfermann erhielt eine Ehrung für die meist gefahrenen Radtouristika.

Ein großes Lob gab es jedoch auch für die neue Internetseite der Radsportfreunde, die nun in neuem Design und abgewandelten Farben für frischen Wind sorgt.

Ausrolltour – Fahrt in den Winter

Ahlen/Ahlen 17. Oktober 2009 (mcb). Unter dem Motto „Ab in den Winter“ fand auch in diesem Jahr die traditionelle „Ausrolltour“ der Radsportfreunde Ahlen statt. Viel Sonnenschein gab es bei den kühlen Temperaturen nicht, doch das war für die 20 aktiven Rennfahrer kein Grund die letzte gemeinsame Fahrt, die das Ende der Rennsaison erklärt, nicht in vollen Zügen zu genießen. Nach einer zweistündigen Fahrt über Vorhelm, Enniger, Freckenhorst und Sendenhorst, bei der der Tacho eine Distanz von 40 Kilometern anzeigte, kam man in geselliger Runde bei Kaffee und Kuchen oder einer heißen Wurst zusammen. Die Radfahrjugend des Ahlener Vereins plant schon jetzt ihr nächstes Jugendtreffen, um sich auch außerhalb des Trainings austauschen zu können. Ab jetzt beginnt damit auch das Wintertraining für die Radsportfreunde. Im Lauftraining, welches Montags ab 19 Uhr am Sportpark Nord stattfindet und beim Krafttraining, freitags ab 20 Uhr in der Sporthalle der Kreisberufsschule, soll also schon jetzt auf die kommende Saison hingearbeitet werden, damit im neuen Jahr jeder schnell zu seiner alten Stärke zurück findet.

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Münsterland Giro – Tagesbericht

Am Samstag den 3. Oktober, dem Tag an dem der Sparkassen-Münsterland Giro stattfand, hatte ein Jugendlicher aus dem Verein die Chance im Teamwagen von Columbia HTC mitzufahren. Wer genau mitfahren darf wollten wir vor dem Giro-Start auslosen. Da die meisten von Anfang an nicht wollten oder nicht anwesend waren, blieb ich als einziger übrig. Dieter, unser erster Vorsitzender hat mich dann zu Rolf Aldag, dem Teamchef von Columbia gebracht. Dieser hat mich begrüßt und mir später noch den Fahrer, er hieß Jan, vorgestellt. Als es dann soweit war stieg ich ein und wir fuhren hinter dem Peloton vom Marktplatz. Die ersten paar Kilometer war das Rennen noch neutralisiert, das jedoch nur bis zum Ahlener Ortsausgang auf der Alten Beckumer Straße. Sofort attackierten ein paar Fahrer, welche aber wieder eingeholt wurden. Wir fuhren ungefähr entlang einer Trainingsrunde, die ich gerne zum Höxberg fahre. Dort war die erste Bergwertung. Der Höxberg hat max. 8% Steigung und liegt in der Nähe von Beckum. Dann ging es durch Beckum in Richtung Stromberg wo die zweite Bergwertung war. Ich musste an dieser Stelle in den Wagen von Dieter umsteigen und Rolf nahm meinen Platz im Auto ein. Auf dem Weg nach Sromberg kam es jedoch zu einer lustigen Szene: Peter, der Jugendwart der Radsportfreunde, wollte, während der Fahrer vom Columbia am Auto pinkelte, ein Foto von mir in dem Auto machen. Er fuhr zwar den Besenwagen doch hinter ihm war noch der Krankenwagen. Als Peter anhielt und der Krankenwagen kam, machte der Fahrer des Krankenwagens eine Lautsprecherdurchsage. Er sagte, dass Peter weiterfahren soll und dass die Radfahrer doch auch nicht anhalten um Fotos zu machen! Danach ging es weiter, entlang der Strecke zum Ziel, wo ich dann auch den Endspurt noch sehen konnte.

[von David Flötotto]

Radtouristikfahrt – Kein Radfahrwetter

RTF Fahrer auf der StreckeAhlen/Ahlen 10. Oktober 2009 (mcb). Im letzten Jahr noch konnten die Radsportfreunde Ahlen einen Teilnehmer-Rekord von 680 Radfahrern verzeichnen. In diesem Jahr waren bei der traditionellen Radtouristikfahrt „Durch den Kreis Warendorf“ doch nur 121 Fahrer am Start. Durch die schlechten Witterungsverhältnisse fiel die Veranstaltung sprichwörtlich ins Wasser. Trotz des Regens machten sich jedoch sowohl die hartgesottenen Radtouristiker als auch junge Hobbyfahrer ohne Wertungskarte, teils in Gruppen, teils allein, zwischen 9 und 11 Uhr auf den Weg quer durch die Region.

Auch die gute Laune blieb nicht aus, sondern begleitete die Fahrer auf Strecken von 48, 82 und 114 Kilometern, bei der es nicht nur Punkte für die Wertungskarten gab, sondern selbstverständlich auch Verpflegung. Die alljährliche Besonderheit, eine heiße Suppe, die die Radsportfreunde am zweiten Verpflegungsstand anbieten, wurde bei diesem nasskalten Wetter mit viel Freude angenommen. Dieter Kircheis, erster Vorsitztender der Radsportfreunde Ahlen sagte: „Die Organisation hat gestimmt. Wir waren gut vorbereitet, aber das schlechte Wetter können wir leider nicht ändern.“

Im Ziel angekommen saßen die Radfahrer dann noch oft in gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen oder einer leckeren Bratwurst beisammen und erzählten die eine oder andere Anekdote.

„Meine Frau hat gesagt, ich soll zuhause bleiben, doch ich hab gesagt: Heute fahre ich Rennrad!“, so einer der 121 Radfahrer, die Stärke zeigten und sich auf den Weg machten.

Sparkassen-Münsterland-Giro mit Start in Ahlen

Überraschungssieger: Aleksej Saramotins gewinnt aus Ausreißergruppe

 

Start zum Münsterland-Giro in AhlenAhlen/Münster, 3. Oktober 2009 (sts). Überraschungssieger Aleksej Saramotins aus Lettland hat einen Tag nach Abschluss seines Vertrages mit dem US-Team Columbia-HTC mit dem Sieg beim Sparkassen Münsterland Giro.2009 seine Ambitionen für die kommende Saison eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der 27-Jährige setzte sich am Ende des 198 Kilometer langen Rennens mit Start in Ahlen vor dem Schloss in Münster als Solist aus einer fünfköpfigen Spitzengruppe heraus durch, die schon nach 22 Kilometern davongefahren war. Platz zwei ging an den Niederländer Wouter Mol vom Team Vacansoleil, Dritter wurde der Franzose Thierry Hupond von der Mannschaft Skil-Shimano. Bester Deutscher war der ehemalige Deutsche Meister Dirk Müller vom Team Nutrixxion-Sparkasse auf Platz vier, Platz fünf ging an den Franzosen Jean Zen. Vorjahressieger André Greipel gewann den Sprint des Feldes und wurde Sechster, kam am Hindenburgplatz aber acht Sekunden zu spät.Saramontins in Münster

«Unglaublich, das war der perfekte Abschluss der Saison», so Sieger Saramotins, dessen fünfter Saisonsieg gleichzeitig sein Wichtigster war. Eigentlich hatte der Profi vom dänischen Team Designa Kokken auf die Bergwertung spekuliert, die er auch für sich entschied. «Aber dann hat mir der Sportliche Leiter irgendwann gesagt, es könnte reichen», so der 27-Jährige. Dabei profitierte er in der Spitzengruppe allerdings vom Pokerspiel der Top-Teams im Feld, die erst zu spät konsequent zur Nachführarbeit ansetzten, sich auf der drei Mal zu durchfahrenden Innenstadtrunde von Münster zwar nochmals gefährlich nah an die Ausreißer herankämpften, sie aber nicht mehr erreichten.

Lokalmatador Fabian Wegmann hatte mit dem Ausgang des Rennens ebenso wenig etwas zu tun, wie sein Milram-Teamkollege Linus Gerdemann. Wegmann durfte zum Ende der Saison trotzdem auf das Podest. Der 29-Jährige entschied mit der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) die Serie der Top-Radrennen für sich.

Nach Schätzungen der Behörden waren beim Sparkassen Münsterland Giro.2009 im Kreis Warendorf und in Münster trotz eher ungünstiger Wetterprognose rund 250.000 Fans und Zuschauer an der Strecke. «Der Münsterländer liebt sein Leeze», so Landrat Dr. Olaf Gericke in seiner Rennbilanz. Auch die Bilanz seiner Einsatzkräfte war positiv: «Im Zusammenhang mit dem Profirennen hatten wir keinen Einsatz, im Bereich der Jedermannrennen elf kleinere Einsätze, aber alles nur kleinere Blessuren, es ist alles sehr gut gelaufen», so Gericke. Aus Sicht der Stat Münster bilanzierte auch Stadträtin und Sportdezernentin Dr. Andrea Hanke zufrieden: «Ich freue mich auf die nächste Staffel.» Ein Vertrag über die Fortsetzung der Veranstaltung wurde am Nachmittag im Rahmen des Rennens in Münster symbolisch unterzeichnet. Entsprechend zufrieden fiel auch die Bilanz der Veranstalter aus. «Es war richtig Feuer auf der Straße», so Rainer Bergmann, Organisationsleiter des Sparkassen Münsterland Giro.2009. Dafür sorgten vor allem auch die Städte und Gemeinden an der Strecke, die mit viel Liebe zum Detail ganze Straßenfeste entlang der Strecken auf die Beine stellten.

Schon am Vormittag hatten auch die Hobby-Radsportler für Feuer gesorgt, die in den drei Jedermannrennen um den «Cup der LBS» über 156,0 Kilometer, den «Cup der Westfälischen Provinzial Versicherung» über 108,1 Kilometer und den «Cup der WestLB» über 77,1 Kilometer an den Start gingen. Mit 4016 Anmeldungen gab es hier im vierten Jahr ein Rekordergebnis. Gleichzeitig schob sich das Rennen im Münsterland hinter den Veranstaltungen in Hamburg und Berlin auf Platz drei der größten Jedermannrennen in Deutschland.

Die fünfte Auflage des Sparkassen Münsterland Giro findet am 3. Oktober 2010 statt. Gastgeber ist dann wieder der Kreis Coesfeld.