Vereinsfest 2010

101127_vereinsfest_rsfahlenErfolgreiche Radsportler: Traditionell im Rahmen ihres Vereinsfestes haben die Radsportfreunde Ahlen ihre aktivsten und erfolgreichsten Aktiven geehrt. Zu feiern gab es für den Verein in diesem Jahr zwei Siege durch Nachwuchsfahrerin Philine Wernke sowie Routinier Franz Brehe. Außerdem wurden Manfred Helbeck, Martin Sander, David Flötotto, Matthias Brehe, Lukas Disselkötter und Michael Blendowsky ausgezeichnet, der bei den Landesverbandsmeisterschaft Mountainbike-Marathon Bronze geholt hatte.

585 Teilnehmer bei Ahlener Radtouristik

radtouristik3_2010Ahlen/Ahlen 10. Oktober 2010 (mcb). Die Radtouristik der Radsportfreunde Ahlen war gut besucht. Nachdem im letzten Jahr auf Grund des schlechten Wetters nur 121 Radsportler an den Start gingen, waren es in diesem Jahr 585 – eine Teilnehmerzahl mit der auch Radtouristikwart Norbert Veit sehr zufrieden war. Die traditionelle Radtouristikfahrt „Durch den Kreis Warendorf“, wurde auch von den Startern im höchsten Maße gelobt. „Das ist eine wirklich äußerst schöne Strecke. Die Straßen sind sehr gut zu befahren, es sind kaum Autos unterwegs und die Landschaften in dieser Gegend sind einfach besonders. Da macht das Radfahren direkt viel mehr Spaß.“, freute sich ein Teilnehmer. Das die Radfahrer so viel Spaß hatten, lag zum großen Teil auch an den vielen jungen Nachwuchsfahrern, die sowohl entlang der Strecke, als auch direkt vor Ort kräftig mit anpackten.

Zwischen neun und elf Uhr ging es für die Radfahrer dann bei schönstem Radfahrwetter und gefühlten 20 Grad auf die 48, 82 und 114 Kilometer langen Strecken. „Die Fahrer die zuerst an der Kontrolle erschienen hatten es unglaublich eilig. Da merkte man schon, dass sie doch einen kleinen Wettkampf unter sich austragen. Viele andere nahmen sich natürlich erst mal Zeit und verzehrten in Ruhe Tee und Bananen.“, berichtet Christopher Schmidt, Ahlener Jugendfahrer von der ersten Station. Eine heiße Suppe als alljährliche Besonderheit bot sich an der zweiten Kontrollstation an. Auch hier waren die Radtouristiker stets bedacht ihre Stempel abzuholen und damit Punkte für die Wertungskarten zu sammeln. Größere Stürze blieben aus.

In gemütlicher Runde saßen die Radfahrer nach ihren Touren oft noch bei Kaffee und Kuchen oder Bier und Bratwurst zusammen und ließen den sonnigen Tag Revue passieren. Im Gespräch mit Jugendwart Peter Süsselbeck wurde dann klar, dass hinter einer solchen Veranstaltung wahrlich mehr steckt, als man vermutet. „Wir sind seit sieben Uhr auf den Beinen und haben alles vorbereitet, damit wir einen reibungslosen Ablauf garantieren konnten. Die Schilder mussten angebracht werden, die Kuchentheke gefüllt werden, die Nummernausgabe vorbereitet werden. Ganz viele Kleinigkeiten eben, die am Ende zu diesem gelungen Tag beigetragen haben. Wir waren gut vorbereitet und das lag nicht zuletzt auch an den vielen Helfern.“ Das Fazit der Radsportfreunde: „Zufriedenstellende Teilnehmerzahl, tolles Wetter und tolle Stimmung.“radtouristik2_2010

 

Fotos: Marc Borgmann, mehr hier.

Joost van Leijen gewinnt Münsterland Giro

04. Oktober 2010. Joost van Leijen heißt der Sieger des Sparkassen Münsterland Giro 2010. Der 26-Jährige aus Maastricht ist damit der zweite Niederländer, der sich in die Siegerlisten des jungen Rennens eintragen kann. Im Finale setzte sich der Profi aus dem Vacansoleil Pro-Cycling-Team souverän gegen Dirk Müller vom Nutrixxion-Team durch, der sowohl bei der Entstehung der Ausreißergrupe als auch im Finale der aktivste Fahrer war. «Dirk hat angegriffen und hat große Arbeit geleistet, aber im Finale gewinnt der beste Sprinter und da war ich ziemlich selbstbewusst», so van Leijen. Bereits nach 15 von 204,7 Kilometern hatte sich die vorentscheidende Gruppe abgesetzt. Auch hier war Müller der Initiator, Leijen setzte nach, Gesellschaft bekam das Duo dann schnell vom Schweizer Reto Hollenstein. Diese Gruppe fuhr zwischenzeitlich mit viereinhalb Minuten vor dem Feld, wurde dann mit gut drei Minuten an der langen Leine gehalten. Trotzdem ging die Rechnung der Favoriten im Hauptfeld nicht auf. Weder Mads Christensen noch Sander Armee und Bart van Haaren, die bei Kilometer 145 zur Spitze aufschließen konnten noch das näher rückende Feld konnten den Sieg der Ausreißer verhindern.

101003_sieger_muensterlandgiro«Es ist ja nicht normal, dass so eine Flucht gelingt», so van Leijen. «Aber wir hatten den ganzen Tag mindestens drei Minuten Vorsprung und haben so viel Energie gespart wie möglich und konnten uns zwischenzeitlich mit den drei anderen Fahrern etwas erholen. Jetzt bin ich natürlich sehr glücklich.» Reto Hollenstein, im Finale auf dem anspruchsvollen Innenstadtkurs von Münster noch vom Feld gestellt, blieb letztlich die Bergwertung. Die Sprintwertung gewann mit Dirk Müller der Deutsche Meister des Jahres 2006, der sich zuletzt als Sieger der China-Rundfahrt in Top-Form präsentiert hatte. Im Sprint des Feldes, das zehn Sekunden zu spät kommt, setzt sich Robert Wagner vom Team Skil-Shimano durch.

«Das war der bisher größte Erfolg meiner Karriere», sagte ein von der Flucht sichtlich gezeichneter Sieger. «Aber ich hoffe, nicht mein letzter.» Seine Spätform kann er auf jeden Fall auch in den kommenden Tagen noch ausnutzen. Bis zum Herbst-Klassiker Paris-Tours hat der Vacansoleil-Profi noch ein umfangreiches Rennprogramm.

Für die Hobby-Radsportler ist mit dem Sparkassen Münsterland Giro.2010 die Saison der ganz großen Rennen in Deutschland dagegen zu Ende. Mit 4069 Teilnehmerinnen und Teilnehmern feierten die Veranstalter im «Cup der Westfälischen Provinzial Versicherung», im «Cup der LBS» und im «Cup der Sparkasse Münsterland Ost» im fünften Jahr erneut eine Rekordmarke. «Der nasse August hat ein noch besseres Ergebnis verhindert, aber mit jedem schönen Tag im September sahen die Teilnehmerzahlen dann besser aus», so Rainer Bergmann, Cheforganisator des Rennens. «Angesichts des Wetterberichtes hatten wir dann zuletzt noch reichlich Nachmeldungen.» Auch an der Strecke sorgte nicht zuletzt das sommerliche Wetter für Hochstimmung. «Wir hatten eine super Kulisse in den Orten und eine fantastische Kulisse auch überall an der Strecke», bilanzierte Andrea Hanke, Sportdezernentin der Stadt Münster.

Teil der eindrucksvollen Bilanz der Großveranstaltung in Münster und im Münsterland waren auch mehre hundert Kinder im «Kids-Cup» der Sparkasse Münsterland-Ost sowie im Laufradrennen «GIROlino» sowie in den «Fette-Reifen-Rennen» an der Strecke. Auf rund 300.000 beläuft sich nach Angaben von Rainer Bergmann die Zuschauerbilanz im Kreis Coesfeld und in Münster. «Es war überall deutlich mehr als in den vergangenen Jahren», so Bergmann.

Der Sparkassen Münsterland Giro.2011 findet erneut am 3. Oktober statt. Gastgeber ist dann der Kreis Steinfurt.

Favoritenrollen sind klar verteilt

27. September 2010. Zumindest auf dem Papier sind die Favoritenrollen für den Sparkassen Münsterland Giro.2010 klar verteilt. Als ProTour-Teams werden Milram und HTC-Columbia am 3. Oktober ohnehin ganz genau beobachtet und das Cervélo TestTeam, vom Status ein Pro-Continental-Team, von der Stärke den Mannschaften der ProTour jedoch ebenbürtig, stellt ebenfalls gleich mehrere Anwärter auf den Sieg. Allerdings hat in den vergangenen vier Jahren des Rennens bisher erst ein Favorit vor dem Schloss in Münster wirklich sein Rad zuerst über der Linie. 2008 gewann André Greipel und verdarb damit Erik Zabel das Finale seines letzten Rennens in Deutschland. Gleich dreifach waren in Münster dagegen Außenseiter wie Ausreißer erfolgreich.

091003_smg_0062Einer wird in diesem Jahr mit der Mannschaft HTC-Columbia erneut auf die Tour durch das Münsterland gehen. Vorjahressieger Aleksej Saramotins, unter anderem Lettischer Meister, kann bei dem Versuch, sich mit der Rückennummer 1 im Rennen als erster Profi zum zweiten Mal in die Siegerlisten einzutragen, auf eine starke Mannschaft vertrauen. HTC-Columbia hat unter anderem Klassiker-Spezialist Frantisek Rabon aus Tschechien, den Australier Adam Hansen und Zeitfahr-Spezialisten Patrick Gretsch gemeldet. Außerdem stehen Gert Dockx, Jan Ghyselinck, Rasmus Guldhammer und Vicente Reynes im internationalen Aufgebot des unter dem Management des Ahleners Rolf Aldag stehenden US-Teams.

Für das Team Milram ist der Sparkassen Münsterland Giro.2010 am 3. Oktober das letzte große Rennen in Deutschland. Auch bei der Abschieds-Tour geht das Team aber mit einigen Ambitionen auf die Strecke. In einer Sprintankunft ist dabei Robert Förster erster Mann. Der 32-Jährige stand bereits auf dem Podium des Herbstrennens im Münsterland und gewann 2004 auf dem Prinzipalmarkt das Vorgänger-Rennen Groningen-Münster. Mit Thomas Rohregger, Dominik Roels, Markus Eichler, Johannes Fröhlinger, Dominik Nerz, Björn Schröder und Paul Voß ist die Mannschaft allerdings auch für alle anderen Rennsituationen gewürstet. Der Kölner Roels hat ohnehin keine weitere Anreise und als Sieger der Junioren-Rundfahrt Sparkassen-Münsterland-Tour schon fast ein Heimspiel im Münsterland. Auch der Bielefelder Paul Voß, in diesem Jahr Etappensieger bei der Katalonien-Rundfahrt, start nur unweit der Heimat.

Im Schweizer Cervélo TestTeam steht mit Heinrich Haussler der Etappensieger der Tour de France 2009 und Zweite von Mailand – San Remo an der Spitze des Aufgebots. Gemeldet sind außerdem Roger Hammond als Dritter von Paris-Roubaix, Weltmeister und Olympiasieger Brett Lancaster, Andreas Klier, Sieger von Gent-Wevelgem und Zweiter der Flandern-Rundfahrt und Martin Reimer, Deutscher Meister von 2009. Dazu stehen in der Startliste der Mannschaft Gabriel Rasch, Marcel Wyss und Tho Bos.

Auf Grund der in diesem Jahr eine Woche später und damit gleichzeitig zum Rennen in Münsterland stattfindenden Weltmeisterschaft gestaltet sich die Auswahl der Teams schwieriger als zuletzt. «Wir hoffen, Anfang der Woche eine Startliste veröffentlichen», sagt Rainer Bergmann, Organisationsleiter des Sparkassen Münsterland Giro.2010. Die Veranstaltung im Münsterland ist das letzte große Rennen der Radsport-Saison in Deutschland. Das Saisonfinale hat sich nicht zuletzt dank über 4000 Teilnehmern in den drei Jedermannrennen um den «Cup der Sparkasse Münsterland Ost», den «Cup der LBS» oder den «Cup der Westfälischen Provinzial Versicherung» innerhalb kürzester Zeit zu den Top-Rennen in Deutschland entwickelt. Der Sparkassen Münsterland Giro findet mit wechselnden Strecken immer am 3. Oktober statt.

Foto: Susanne&Florian Schaaf – cyclingpictures.de

Ein Trainingswochende mit viel Regen

Trainingswochenende 2010
Beim Trainingswochenende auf dem Kahlen Asten schien auch mal kurzzeitig die Sonne – Foto: Marc Borgmann

Winterberg/Ahlen 30. August 2010 (mcb). 325 Kilometer, viel Regen und kalte Temperaturen, so ließ sich das Trainingswochenende der Radsportfreunde Ahlen auf dem Kahlen Asten, das auch in diesem Jahr wieder stattfand, beschreiben. Jeweils 120 Kilometer zählten die An- und Ab-Reise zum zweithöchsten Berg der Region. 85 Kilometer lang war die zweite Tagesetappe durch die Sauerländer Berglandschaft, die jedoch oft im Nebel versank. Nass aber dennoch guter Laune kamen die Fahrer zurück. „Jetzt erst mal warm duschen!“, freute sich Peter Süsselbeck, Jugendwart der Radsportfreunde Ahlen am Ende der Tagesetappe. Untergebracht waren die Radsportfreunde in einer Hütte neben der Wetterstation des Kahlen Astens, die für alle Bedürfnisse der Radsportfreunde gewappnet war. Sowohl beim abendlichen grillen, als auch bei Spielen oder lustigen Geschichten über Vorkommnisse beim wöchentlichen Training kam gute Stimmung auf. „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das Rennradfahren hier ist eben etwas anderes. Solche Berge haben wir bei uns nicht. Da brauch man schon ein bisschen mehr Kraft in den Beinen.“, erzählt der noch junge Nachwuchsfahrer Lukas Disselkötter. Schon jetzt freuen sich die Ahlener Radsportfreunde auf das Trainingslager im nächsten Jahr, dann hoffentlich bei strahlendem Sonnenschein.