Radsportfreunde Ahlen

Freitag geht es los

Johannes Hohenhorst - Foto: Stefan SchwenkeAhlen/Beckum, 13. Juli 2005 (sts). Die Organisation der Sparkassen-Münsterland-Tour steht in den Startlöchern. Ab Freitag wird es ernst. Mit den beiden ersten Etappen der international top besetzten Tour erleben Ahlen und Beckum dabei gleich die ersten Höhepunkte der Rundfahrt. Eine Vorentscheidung wird vom Einzelzeitfahren in Beckum erwartet, das T-Mobile-Profi Rolf Aldag bei der Streckenbesichtigung bereits als superschwer bezeichnet hat. “Hier werden sich die Favoriten zeigen müssen”, erwartet auch Johannes Hohenhorst (Foto), Cheforganisator der Beckumer Etappe, der sich zuletzt über immer mehr positive Resonanz aus der ganzen Stadt gefreut hat. “Es gab schon die ersten Anfragen, ob man das Zeitfahren nicht auf Dauer in Beckum austragen könne”, so Hohenhorst. Die Wersestadt scheint schon im Radsport-Fieber, bevor noch der erste Fahrer vom der Zeitfahrrampe gerollt ist.

Mit besonderer Spannung wird dort der Auftritt von zwei Fahrern erwartet. Mit der Startnummer eins wird der Junioren-Weltmeister im Zeitfahren auf den Kurs gehen. Patrick Gretsch holte sich den Titel im Vorjahr in Bardolino am Gardasee auf einem ähnlich schweren Kurs wie in Beckum und dürfte damit zumindest für den Kampf gegen die Uhr der Top-Favorit sein. Mit Top-Motivation und Heimvorteil geht am Samstag auf jeden Fall der Fahrer mit der Startnummer 30 ins Rennen. Daniel Westmattelmann ist für die Auswahl des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen gemeldet und hat natürlich den Vorteil, die Wettkampfstrecke aus zahlreichen Trainingskilometern auswendig zu kennen.

Mehr noch als den Gesamtsieg interessiert einige Fahrer jedoch die gezielte Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften. “Natürlich freuen wir uns, wenn es damit klappt. Aber vorrangiges Ziel bleibt die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft. Dafür wollen wir uns in Schwung bringen”, so der deutsche Bundestrainer Patrick Moster. Mit Top-Plätzen könnten die Nationalfahrer sich bei der Münsterland-Tour jedoch in einer illustre Ehrentafel einschreiben. Vom australischen Weltmeister und Olympiasieger Bradley McGee über den ostwestfälischen Tour-Starter Jörg Ludewig, Gerolsteiner-Profi Fabian Wegmann bis zum Tour-Zweiten Andreas Klöden, die Liste der heute erfolgreichen Radprofis, die in der Nachwuchsklasse bei der Münsterland-Tour Erfolge sammelten, ist lang.

Damit der Weg aus dem Juniorensport zu den Profis zwar durchaus hart, aber gleichzeitig doch optimal verläuft, sind die Radsportler aus Ahlen und Beckum schon seit Wochen im Einsatz. Neben der Vorbereitung der Strecken muss auch das komplette Umfeld passen. “Der internationale Radsportverband setzt hohe Maßstäbe”, musste Dieter Kircheis, Cheforganisator der Ahlener Etappe mehrfach feststellen.

Der Startschuss zur ersten Etappe der Münsterland-Tour fällt am Freitag um 18 Uhr am Städtischen Gymnasium in Ahlen. Dort sind 18 Runden à 4,4 Kilometer zu fahren. Beim Zeitfahren in Beckum geht der erste Aktive um 10 Uhr von der Rampe vor dem Rathaus. Die Junioren starten im Abstand von einer Minute, so dass der letzte Fahrer im Ziel an der Sparkasse gegen 12.10 Uhr erwartet wird. Jeweils im Anschluss an die Etappen finden im Zielbereich auch die Siegerehrungen statt.

Anschließend macht sich der Tross auf den Weg nach Coesfeld, wo noch am Samstag um 17.30 Uhr das dritte Teilstück gestartet wird. Dort sind 19 Runden und insgesamt 97 Kilometer zu fahren. Die Abschluss-Etappe in Ibbenbüren beginnt am Sonntag um 11 Uhr. Das Finale im Teutoburger Wald führt über neun Runden à 14 Kilometer.

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Ahlener in der Rennleitung: Wernke die Stimme der Münsterland-Tour

Ahlen, 13. Juli 2005 (sts). Mit der Münsterland-Tour gibt es für die heimischen Radsportler am Wochenende einen Großeinsatz. Neben den Organisatoren der Auftaktetappe am Freitagabend in Ahlen und des Zeitfahrens am Samstagmorgen in Beckum sind dabei auch drei Radsportler aus Ahlen in die Gesamtorganisation der dreitägigen Tour eingebunden. Während die Zwillinge Verena und Ina Schnafel im Team der Jury an der Seite des französischen Chef-Commissaires Jacques Pailleux aus Authie dabei schon auf die Erfahrungen aus dem Vorjahr bauen können, steht Thomas Wernke am Wochenende seine Feuertaufe noch bevor.

Wernke wird erstmals als Sprecher für “Radio Tour” eingesetzt. Auf der offiziellen Funkfrequenz des Radrennens gibt es während der Etappen mehrsprachig alle wichtigen Informationen für die Organisation und die Mannschaftsleiter. “Der Tour-Kanal ist die Kommunikations-Zentrale während des Rennens”, unterstreicht Stefan Rosiejak, Chef der deutschen Jury des Rennens, die Bedeutung von “Radio Tour”.

Zur Einweisung für seine Aufgabe zu sammeln, reiste Wernke im Mai extra zur Bayern-Rundfahrt. Beim Etappensieg des T-Mobile-Profis Andreas Klöden sowie beim Zeitfahr-Erfolg von Jens Voigt durfte Wernke den dortigen Radio-Tour-Sprecher Patrice Sineux bei der Arbeit beobachten. “Das hat auf jeden Fall sehr geholfen”, so Wernke vor seinem ersten Auftritt am Freitag. Die normalen Etappen wird der Radsportler dabei aus dem ersten Jury-Fahrzeug hinter dem Feld verfolgen, wo die Informationen zum Verlauf des Rennens zusammenlaufen. Beim Zeitfahren in Beckum befindet sich die Kommandozentrale im Ziel. Dort laufen die Zwischen- und Endzeiten zusammen und werden per Funk an die Mannschaften und die Organisation weitergegeben.

Die ehemaligen Rennfahrerinnen Verena und Ina Schnafel sind im Zielwagen insbesondere für die Überwachung des Rundenprotokolls und des Zieleinlaufes zuständig. Zur letzten Einstimmung auf die internationale Junioren-Rundfahrt ist Verena Schnafel derzeit in den französischen Alpen unterwegs, um die Tour de France live zu verfolgen.

Radsportfreunde Ahlen

Rolf Aldag über die Etappen der Münsterland-Tour

Ahlen, 13. Juli 2005 (sts). Die Auftaktetappe der Münsterland-Tour findet auf der bekannten Strecke mit Start und Ziel vor dem Städtischen Gymnasium statt. „Kein schwerer Kurs, das verspricht erneut ein schnelles Rennen“, so die Einschätzung des T-Mobile-Profis Rolf Aldag zu der Runde über Westfalendamm, Raabstraße, Freytagstraße, Lessingstraße, Fritz-Reuter-Strasse, Hammer Strasse, Am Röteringshof, Gemmericher Strasse, Im Pattenmeicheln und Fritz-Reuter-Strasse. „Wahrscheinlich wird es viele Attacken geben und wenig Chancen auf einen Erfolg“, so Aldag. „Aber zuletzt sind in Ahlen ja auch Gruppen angekommen.“ Die Knackpunkte der 4,4 Kilometer langen Schleife liegen nach Aldags Ansicht im Bereich der Hammer Straße. „Das ist der einzige Abschnitt, der windanfällig ist. Das ist nicht kritisch, aber da muss man aufpassen.“ Für die Spitzkehre im Anschluss rät er den Junioren, sich möglichst weit nach vorne zu orientieren. „Das ist wie bei den Profis vor einem Berg. Wer da im entscheidenden Moment ganz hinten ist, kann schnell den Anschluss verlieren und alle Chancen einbüßen.“ Der Rest des Kurses sei weitgehend unproblematisch. „Aber durch die vielen Kurven muss man jederzeit aufpassen.“

Rolf Aldag bei der Streckenbegutachtung - Foto: Stefan SchwenkeBeckum, 13. Juli 2005 (sts). Das Urteil von Rolf Aldag bei der Besichtigung der Zeitfahrstrecke für die Münsterland-Tour ist klar und eindeutig: „Eine Schweinestrecke. Ein Zeitfahren vom Charakter wie bei der Tour de France. Kein Meter eben“, stellte der T-Mobile-Profi schon fest, als er erst die Hälfte der Strecke gesehen hatte. Beim Zeitfahren der Junioren geht’s vom Start vor dem Rathaus auf dem Nordwall über Dalmerweg, Paterweg, Lippborger Straße, Dalmer und Unterberg, bevor die Fahrer über den Hinweg wieder nach Beckum hineinfahren. Das Ziel ist dann im Bereich der Sparkasse auf der Hühlstraße. „Von der Rampe runter und gleich mit Schwung bergab, da meint man erstmal, man ist der Held“, warnt Aldag die Junioren gleich für die ersten Meter vor zuviel Euphorie. Denn „danach geht’s gleich das erste Mal hoch.“ Ansonsten gibt es auf dem Hinweg durch Beckum keine großen Schwierigkeiten. „Die beiden Kreisverkehre kann man voll fahren, da kann man sogar unten auf dem Zeitfahrlenker bleiben“, so Aldag beim Test. „Das ist kein Hindernis.“

Das erste Hindernis folgt dann mit dem leichten aber stetigen Anstieg hinauf zum Höxberg. „Der kostet richtig Kraft“, so Aldag. Belohnt werden die Junioren mit der Abfahrt vom Höxberg hinunter. „Das ist der schnellste Abschnitt der Runde. Aber zu kurz, um sich zu erholen“, schätzt Aldag. Unterhalb des Höxberges gibt es zwar zwei Linkskurven, aber die sind für Aldag „kein Problem. Die kann man fast im Höchsttempo fahren“, so der Profi. „Man darf nur nicht bei der Hälfte der Kurve die Nerven verlieren. Aber ich gehe ja ohnehin davon aus, dass sich jeder Fahrer die Runde vor dem Start einmal komplett angesehen hat.“

Hinauf zur Windmühle folgt der härteste Abschnitt des Zeitfahrens. „Man sollte sich seine Kräfte gut einteilen. Hier gibt’s Schmerzen. Der Anstieg zieht sich und wird zum Ende steiler“, gibt Aldag den Nachwuchsrennfahrern als Warnung mit auf den Weg. Der Rückweg bergab nach Beckum ist dann zwar schnell, aber nichts zum Rollen. Aldag: „Dieses Stück muss man voll treten.“ Um dann kräftig die Bremsen zu ziehen. Denn während die Kreisverkehre auf dem Hinweg kein Hindernis sind, erfordern sie auf dem Rückweg volle Konzentration. „Die beiden Kreisverkehre sind technisch eine Schlüsselstelle. Beide fallen nach außen ab und sind in diese Richtung ganz schwer zu fahren“, so Aldag beim Kreiseltest. „Hier muss man bis auf 20 runterbremsen. Und wenn’s nass ist, wird es hier ganz heikel.“

Als Belohnung wartet während der Beschleunigung aus dem zweiten Kreisverkehr gleich wieder ein leichter Anstieg. Das setzt sich mit kleinen Pausen bis zum Rathaus fort. „Jeden Meter, den man runterfährt, muss man hier auch wieder rauf“, so Aldag. Flach wird es erst wieder auf der Zielgeraden. „Wer hier noch Kraft hat, nochmals voll zu beschleunigen, kann im Kampf um den Etappensieg und Gesamtwertung nochmals wichtige Sekunden herausholen. Oder eben nicht“, vermutet Aldag.

 

Ahlen/Beckum, 13. Juli 2005 (sts). Trotz der Anstiege im Zeitfahren: Für die Kletterspezialisten der Münsterland-Tour sind die Etappen in Ahlen und Beckum wohl nur das Warm-Up. Auf den folgenden Etappen warten in Coesfeld und Ibbenbüren insgesamt 1000 und 1900 Höhenmeter auf die Weltelite des Juniorenrennsports Trotzdem rechnet Rolf Aldag damit, dass die Vorentscheidung für die Rundfahrt schon am 16. Juli in Beckum fällt: „Hier wird wahrscheinlich das Klassement gemacht“, sagte der T-Mobile-Profi im Rahmen der Pressekonferenz zur Münsterland-Tour am Donnerstag bei der Sparkasse in Münster. „Die Strecke entspricht einem klassischen Zeitfahren einer Rundfahrt, sie ist superschwer. Die Fahrer werden wahrscheinlich nicht richtig begeistert sein, aber in Beckum wird wirklich nur der beste gewinnen“, so Aldag.

Die Begeisterung erwartet der 36-Jährige dafür um so mehr bei den Zuschauern. „Ein Zeitfahren ist für Zuschauer natürlich ideal. Man kann jeden Fahrer einzeln beobachten, kann die Vorbereitungen im Fahrerlager genau verfolgen. Und man merkt natürlich, wie wichtig die Etappe ist. Jeder wird supernervös sein. Und jeder wird sein bestes Material fahren“, kündigt Aldag an.

Für die Fans aus ganz Deutschland, die nicht an die Strecken kommen können, wird es außerdem einen besonderen Service geben. Aldag, der während der Tour de France als Co-Kommentator für das ZDF im Einsatz ist, hat versprochen, die Ergebnisse im Rahmen der Live-Übertragungen der Frankreichrundfahrt weiterzugeben. Die gleiche Absprache haben die Organisatoren auch mit Karsten Migels von Eurosport getroffen.

Werbung für die Nachwuchs-Rundfahrt machte Aldag schon diese Woche. „Wir alle wollen Fahrer wie Ullrich oder Klöden sehen. Dazu gehört aber auch, dass man den entsprechenden Nachwuchs tatkräftig unterstützt. Radsport erfordert einen riesigen Aufwand. Daher war es für mich klar, dass ich dabei bin, als ich gefragt wurde, die Sparkassen-Münsterland-Tour zu unterstützen.“ Außerdem sieht Aldag die Rundfahrt auch als Werbung in eigener Sache. „Wir sind im Training jeden Tag im Straßenverkehr unterwegs. Da ist so eine Rundfahrt einfach ideal, Interesse und auch Akzeptanz zu schaffen“, so Aldag, der auch für das Konzept der Etappen ein Kompliment aussprach. „Mit der Münsterland-Tour kommt der Radsport zu den Zuschauern. Nicht umgekehrt. Wir starten mitten in den Städten und fahren da, wo die Menschen jeden Tag einkaufen gehen. Besser geht es nicht.“

Radsportfreunde Ahlen

Münsterland-Tour kommt bei Tour de France groß raus

Münster, 23. Juni 2005 (sts). Trotz der Anstiege im Zeitfahren: Für die Kletterspezialisten der Münsterland-Tour sind die Etappen in Ahlen und Beckum wohl nur das Warm-Up. Auf den folgenden Etappen warten in Coesfeld und Ibbenbüren insgesamt 1000 und 1900 Höhenmeter auf die Weltelite des Juniorenrennsports Trotzdem rechnet Rolf Aldag damit, dass die Vorentscheidung für die Rundfahrt schon am 16. Juli in Beckum fällt: „Hier wird wahrscheinlich das Klassement gemacht“, sagte der T-Mobile-Profi im Rahmen der Pressekonferenz zur Münsterland-Tour am Donnerstag bei der Sparkasse in Münster. „Die Strecke entspricht einem klassischen Zeitfahren einer Rundfahrt, sie ist superschwer. Die Fahrer werden wahrscheinlich nicht richtig begeistert sein, aber in Beckum wird wirklich nur der beste gewinnen“, so Aldag. Die Begeisterung erwartet der 36-Jährige dafür um so mehr bei den Zuschauern. „Ein Zeitfahren ist für Zuschauer natürlich ideal. Man kann jeden Fahrer einzeln beobachten, kann die Vorbereitungen im Fahrerlager genau verfolgen. Und man merkt natürlich, wie wichtig die Etappe ist. Jeder wird supernervös sein. Und jeder wird sein bestes Material fahren“, kündigt Aldag an.

Für die Fans aus ganz Deutschland, die nicht an die Strecken kommen können, wird es außerdem einen besonderen Service geben. Aldag, der während der Tour de France als Co-Kommentator für das ZDF im Einsatz ist, hat versprochen, die Ergebnisse im Rahmen der Live-Übertragungen der Frankreichrundfahrt weiterzugeben. Die gleiche Absprache haben die Organisatoren auch mit Karsten Migels von Eurosport getroffen. Werbung für die Nachwuchs-Rundfahrt machte Aldag schon diese Woche. „Wir alle wollen Fahrer wie Ullrich oder Klöden sehen. Dazu gehört aber auch, dass man den entsprechenden Nachwuchs tatkräftig unterstützt. Radsport erfordert einen riesigen Aufwand. Daher war es für mich klar, dass ich dabei bin, als ich gefragt wurde, die Sparkassen-Münsterland-Tour zu unterstützen.“ Außerdem sieht Aldag die Rundfahrt auch als Werbung in eigener Sache. „Wir sind im Training jeden Tag im Straßenverkehr unterwegs. Da ist so eine Rundfahrt einfach ideal, Interesse und auch Akzeptanz zu schaffen“, so Aldag, der auch für das Konzept der Etappen ein Kompliment aussprach. „Mit der Münsterland-Tour kommt der Radsport zu den Zuschauern. Nicht umgekehrt. Wir starten mitten in den Städten und fahren da, wo die Menschen jeden Tag einkaufen gehen. Besser geht es nicht.“

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Zeitfahr-Weltmeister Gretsch Favorit für Münsterland-Tour

Juniorenweltmeister Partick Gretsch - Foto: Stefan SchwenkeAhlen/Beckum, 18. Juni 2005 (sts). Ihren ersten Star hat die Münsterland-Tour schon. Patrick Gretsch, Zeitfahr-Weltmeister der Junioren plant erneut einen Ausflug nach Westfalen. Im Vorjahr hatte sich der Nachwuchsmann hier den Feinschliff geholt, der ihm anschließend im italienischen Bardolino am Gardasee WM-Gold sicherte. Dass Gretsch erneut in Top-Form ist, stellte er am vergangenen Wochenende im brandenburgischen Welzow unter Beweis, wo er sich in 24:05 Minuten auch den nationalen Titel im Einzelzeitfahren holte. Zwei Wochen zuvor gewann er auch das 14,7 Kilometer lange Einzelzeitfahren der Trofeo-Karlsberg.

„Damit ist der doppelte Titelträger auch bei der zweiten Etappe der Münsterland-Tour natürlich der ganz große Favorit“, schätzt Johannes Hohenhorst, Cheforganisator der Etappe am 16. Juli in Beckum. Die Rundfahrt, die am 15. Juli mit der Etappe in Ahlen beginnt und die Weltelite des Junioren-Radsports anschließend nach Coesfeld und Ibbenbüren führt, gilt erneut als großer Test für die Weltmeisterschaften, die am 12. und 14. August im österreichischen Burgenland stattfinden.

Schon im kommenden Jahr dürfen sich die Radsportfans aber wohl erneut umstellen. Im Zuge der Neuordnung des internationalen Rennkalenders dürfte auch die Münsterland-Tour 2006 wieder im September stattfinden. „Aber Einzelheiten wissen wir selber noch nicht“, will Hohenhorst noch abwarten. Die Vorbereitungen für die diesjährige Tour laufen dagegen weiter auf Hochtouren. Inzwischen liegt auch das offizielle Reglement der Rundfahrt mehrsprachig vor. Die endgültigen namentlichen Meldungen der Teams, werden in den kommenden Tagen erwartet. Mit dabei sind voraussichtlich die Nationalmannschaft Deutschland Straße, Niederlande, Moldawien, Bulgarien, Litauen, Weißrussland, Luxemburg, die Teams Ordrup CC (Dänemark), Nakskov CC (Dänemark), Vlaanderen (Belgien), Waasland (Belgien), E.S.E.G Douai (Frankreich), die Nationalmannschaft Deutschland Bahn, die Landesverbände Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Berlin, Sachsen, Brandenburg, Baden, Niedersachsen, Mapei Bayern, Saar, Rheinland-Pfalz, sowie die Renngemeinschaften Köln-Kaarst und Münsterland. Weitere Einzelheiten zum Stand der Vorbereitungen und zu den einzelnen Etappen sollen am Donnerstag in Münster im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden.